CANTANTES LÍRICOS

 

OBED UREÑA

INTERNATIONAL BARITONE

EVA BAUMGARTEN

 

 

 

 

 

 

Obed Urena Hählen, baritone, Dominican Republic, Switzerland
Esther Gonthier, piano

Handel: "The trumpet shall sound" - Messiah
Mozart: "Hai già vinta la causa!… Vedrò mentir'io sospiro" - Le Nozze di Figaro
Turina: "Los dos miedos" - poema en forma de canciones
Schubert: "Erlkönig"


 

Obed Urena Hählen
Marc-André Brouillard
 

Urena Hählen began the Handel aria with a promising musical sensibility. His voice is something of an enigma. Often he began his notes softly, breathy, before switching to full voice which is at once ringing and strident. His sense of line and dynamic choices showed him to be quite a musician. English diction was very good, the pronunciation of "incorruptible" as "incorrupteeble" not withstanding.

The Mozart aria revealed less of those vocal inconsistencies while allowing the performer to shine. Urena Hählen was able to navigate the fast passages of the aria with gusto and capped the aria with a good high note that did not cut the line.

The touching Turina song further demonstrated the baritone's sensitivity. The performance closed with Schubert's masterpiece Erlkönig. Urena Hählen gave life to the three different voices of the song, using his face and hands to emphasize the drama. The audience gave their first spontaneous bravos of the day.


Voice: 88, Performance: 98

 

 

BOPPELSEN / Ein Boppelser feiert Erfolg an internationalem Musikwettbewerb


Ein ehrgeiziger junger Bariton Bereits als Teenager war für Obed Ureña-Hählen klar, dass er sich dem klassischen Gesang widmen will. Am diesjährigen Concours de Genève erreichte er als einziger Schweizer den Vorfinal.Popmusik singen ist dem jungen Bariton Obed Ureña-Hählen zu einfach. (eba)

«Ich bin enttäuscht vom Ausgang des Wettbewerbs», erklärt Obed Ureña-Hählen. Der 22-jährige Bariton ist ehrgeizig und trotz seiner guten Leistung nicht glücklich. «Zufrieden mit mir bin ich, wenn ich gewonnen habe.»

Mit 22 gehörte er zu den jüngsten Wettbewerbsteilnehmern. Trotzdem schaffte es der ehrgeizige Boppelser bis zum Vorfinal des 58. Genfer Musikwettbewerbes. Eine erstaunliche Leistung angesichts der Tatsache, dass es die Schweizer Teilnehmer neben der internationalen Konkurrenz schwer haben, sich zu behaupten.

Stimmlage machts schwierig

Dass Ureña-Hählen Bariton singt, macht die Sache für ihn nicht einfacher. «Diese Stimmlage verkörpert in Opern in der Regel alte Männer, Väter und Onkel oder Bösewichte. Rollen also, für die man sich eher ältere Sänger aussucht.»

Dennoch konnte er in seiner jungen Karriere als Opernsänger bereits einige grössere Erfolge feiern. Mit 18 Jahren sang er die Stimme des Marquis D’Obgny in Verdis Oper «La Traviata». Das war 1998 in der Dominikanischen Republik, wo er aufwuchs. Nur ein Jahr später sang er in Bizets «Carmen» die Rolle des Morales.

Talent geerbt

Obeds Vater ist Musiker. Er war Mitglied des Zürcher Kammerorchesters und spielte dort die erste Bratsche. Heute lebt er mit seiner Frau wieder in seiner Heimat, der Dominikanischen Republik, wo er Mitglied des Symphonieorchesters ist.

«Mein Vater wollte sich das Singen zum Hobby machen und begann Gesangsstunden zu nehmen. Doch dann mochte er den Operngesang doch nicht.» Umso neugieriger war jedoch der 16 Jahre alte Sohn Obed. Er ging einfach mit zur Gesangsstunde. «Die Lehrerin war begeistert und fand, dass ich Talent hätte.» Das war im Sommer, und im September des selben Jahres besuchte er bereits das Konservatorium. «Für mich war von Anfang an klar, wenn ich singe, dann klassisch.» Da kommt wieder sein Ehrgeiz zum Vorschein, denn Popmusik sei zu einfach, meint er. «Das kann jeder singen.» Fünf Jahre studierte Ureña-Hählen am Konservatorium in der Dominikanischen Republik klassischen Gesang, bevor er Anfang diesen Jahres in sein Geburtsland, die Schweiz, zurückkam. Hier nimmt er zweimal wöchentlich Privatunterricht beim renommierten Opernsänger Bonaldo Giaiotti.

Vitamin B half mit

Ob er sich im kommenden Jahr als Fernstudent am Konservatorium in Mailand anmeldet, um den Abschluss seines Gesangsstudiums nachzuholen, hat er noch nicht entschieden. Eine andere verlockende Aussicht hat sich für ihn aufgetan. «Durch meinen Vater lernte ich nach einem Konzert Placido Domingo persönlich kennen und durfte für ihn singen. Daraufhin hat er mich in sein Opernstudio in Washington eingeladen. Eugen Kuhn, der Dirigent am Metropolitan Opernhaus in New York, würde mich ebenfalls unterrichten.»

Nächster Wettbewerb steht an

So wird Ureña-Hählen vielleicht nächstes Jahr bereits nach Amerika reisen, um an seiner Karriere zu arbeiten. Doch davor steht im Januar in Barcelona ein weiterer internationaler Wettbewerb an.
Ureña-Hählens Grundsatz heisst: «Entweder alles oder nichts.» Also wird er alles daran setzen, aus dem Wettbewerb in Barcelona als Sieger hervorzugehen.
 
 

Eva Baumgartner
 

 

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Revisado: May 01, 2013

 

 

 
 
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