Preisträger 2003 — Robert
Scherer 
Der Ausschuss der Stiftung Walther-von-der-Vogelweide-Preis
hat den Hauptpreis für das Jahr 2003 Herrn
Robert Scherer verliehen. Mit dieser
Auszeichnung, die dem nunmehr 75-jährigen
Vinschgauer Künstler zuteil wird, ehrt man
die Lebensleistung eines Mannes, der als
Maler, Graphiker, Bildhauer und Glaskünstler
ein umfangreiches und vielfältiges Werk
geschaffen hat, das längst schon
internationale Beachtung findet. Eng mit dem
kulturellen Erbe seines Heimattales
verbunden, musste er sich, wie viele andere
Kunstschaffende seiner Generation, unter den
harten Lebensbedingungen der Nachkriegszeit
den Weg zur Ausbildung und Entfaltung seiner
musischen Anlagen bahnen. An der Akademie
für Bildende Künste in Wien fand er, was er
suchte. Das Erbe des österreichischen
Expressionismus, der ornamentale Sinn des
Jugendstils und ein ausgeprägtes Gespür für
graphische Strukturen prägen bis heute sein
Schaffen, das sich in vielen Metamorphosen
wandelt und erneuert. Die Verleihung des
Preises erfolgte am Freitag, den 6. Juni
2003 im Rahmen einer Feierstunde. Den Preis
überreichten Landesrat Dr. Bruno Hosp und
der Vorsitzende des Stiftungsrates, Herr Dr.
Eduard Höcherl. Die Laudatio hielt der
Direktor des Tiroler Landesmuseums
Ferdinandeum, Univ.-Prof. Dr. Gert Ammann.
Im Anschluss an die Preisverleihung fand im
Foyer des Waltherhauses eine Ausstellung von
Bildern des Künstlers zum Thema „Der Heilige
Berg Athos und die Heiligen Berge in
Südtirol“ statt. Zur Ausstellung erschien
ein eigener Katalog, der vom Südtiroler
Kulturinstitut und vom Tappeiner Verlag in
Lana herausgegeben wurde.